Donnerstag, 9. Juli 2015

Donnerstag, 09.Juli 2015 - mit dem Raddampfer gefahren

Gestern hatte ich das schon erwähnt, und heute haben wir es realisiert: Die Fahrt mit dem Raddampfer.
Die „Concordia II“ ist ein Nachbau der ersten Concordia von 1854. Bei dem neuen Schiff treibt aber keine Dampfmaschine die Schaufelräder an, sondern ein Dieselmotor. Eine weitere Eigenheit hat das neue Schiff gegenüber dem alten: das linke und rechte Schaufelrad kann jeweils für sich alleine angetrieben werden. Somit ist das Schiff sehr gut manövrierbar.

Heute haben wir das nützliche mit dem angenehmen verbunden.
Wir sind zu Fuß die rund zwei Kilometer bis nach Carolinensiel geschlendert und – natürlich - beim Fischrestaurant und dann später auch noch in einem Cafe´eingekehrt. Also zuerst ein Krabbenbrötchen gefuttert – ist klar, oder – und dann später einen Pharisäer, den besten bisher, genußvoll hineingeschlürft!
Oh Ja, es kann uns gut gehen!
Im Ort selbst wurden dann die Läden durchforstet ob wir nicht irgenwo doch noch ein wenig Geld über den Tresen schieben können. Aber außer ein paar Gummibärchen, ach nein, Gummi-Nordseekrabben hat uns alles kalt gelassen.
Für die Rückfahrt, da kam dann das schon oben erwähnte Museumsgefährt ins Spiel und wir sind auf dem Wasserweg heimgekehrt.

Und da ich ja nun schon vom Essen gesprochen, nein geschrieben habe, hier noch ein „Nachschlag“: Die beste Ehefrau der Welt hatte noch ein paar Eierpfannkuchen eingefroren und hat die kleingeschnetzelt und in die Pfanne gehauen. Dazu noch frische, karamellisierte Pfirsiche. Was gibt es schöneres für mich? Kaum etwas.
Meine Liebste hat mich für heute wieder glücklich und zufrieden gemacht.


Moin, Moin sagen Irmgard und Jürgen

die "Concordia II"


Irmgard wartet auf den bestellten Pharisäer, ich natürlich auch!








im Museumshafen

Mittwoch, 8. Juli 2015

Mittoch, 08.Juli 2015 - Hochwasser im Anmarsch

Ganz so faul wie gestern war ich heute Morgen nicht. Habe das Fahrrad aus der Garage gewuchtet und bin nach dem Frühstück mal ins „Centrum“ gefahren. Ich wollte unbedingt die neue „PROMOBIL“ kaufen, die heute erscheinen sollte. Ergebnis: Ich habe sie bekommen.
So bin ich noch ein wenig herum gefahren und habe einige Fotos gemacht.
In der Hauptdurchgangsstraße von Carolinensiel herrscht reger Betrieb, Tourismus eben. So reiht sich auch ein Laden neben den anderen. Tand, Klamotten und natürlich jede Menge Andenken werden hier angeboten. Aber abseits dieses Trubels gibt es doch noch ein paar interessannte Besichtungsobjekte. Den alten DGzRS-Rettungsschuppen, den Museumshafen,das Sielmuseum und noch einiges mehr lohnt schon einen Besuch. Werde ich mal in meine Planung mit aufnehmen. Ebenso würde ich gerne eine kleine Besichtigungstour mit dem nostalgischen Raddampfer machen.
Schauen wir mal wie lange wir uns hier noch aufhalten und wie das Wetter mitspielt.
Das schlägt im Augenblick aber ziemliche Kapriolen. Regen, Sturm und wieder Regenguß wechseln sich in zufälliger Reihenfolge ab.
Den längeren sonnigen Moment habe ich bei meiner Radtour erwischt!

Den Rest des Tages lag ich im Bett und habe geschlafen und nichts getan. So dachte ich, heute schreibe ich mal keinen Bericht, sonst wird das mit der Zeit langweilig wenn ich mir die nicht vorhandenen Ereignisse aus den Fingern saugen muß.
Aber dann, dann wurde es plötzlich lebhaft. Um unser Mobil herum kam es zum Menschenauflauf und lautstarker Unterhaltung.
Was ist los? Ich raus aus dem Mobil........ und dann sah ich die Bescherung: Der starke Wind hatte das Hochwasser enorm ansteigen und am Ende der Mole über die Ufer steigen lassen.
Dabei stand ein einsames Wohnmobil verlassen bis zu den Achsen im Wasser. Die Besitzer waren wohl auf Tour und konnten deshalb das Auto nicht aus der Gefahrenzone herausfahren.
Aber der Höchststand ist nun erreicht und der Wasserstand sinkt langsam wieder. Gefahr vorbei.
Moin, Moin sagen Euch

Irmgard und Jürgen 


die Leute oben, laufen nicht über die Dächer der Wohnmobile, sondern befinden sich auf dem Deich.


dieses Mobil steht neben uns


hat sich hier jemand verfahren, oder will er die Schwimmfähigkeit seines Reisemobils testen?

hier die Aufklärung


Land unter auf der Mole!

Dienstag, 7. Juli 2015

Dienstag, 07.Juli 2015 - wir sind weitergezogen nach Carolinensiel

Nun sind wir heute mal wieder ein wenig nach Norden gezogen und in Carolinensiel/Harlesiel auf dem Stellplatz direkt am Hafen gelandet. Auch das beheizte Meewasserschwimmbad liegt in unmittelbarer Nachbarschaft. Wir stehen wieder in der ersten Reihe.
Aber andererseits sind wir auch völlig platt! Die Luft ist schwül und warm, trotz bedecktem Himmel.
Ich irre erstmal ein wenig umher, auf der Suche nach der Rezeption. Letztlich habe ich den Container gefunden und uns eingecheckt. Und was dann? Naja, es bleibt nur eines: Schlafen!
Und das machen wir ausgiebig.
Gerade noch rechtzeitig zu unserer Stammsendung „Newtopia“ werden wir wach und begeben uns schwerfällig in die Senkrechte.

So ist auch dieser Tag ziemlich ereignislos abgehakt, aber wir sind trotzdem sehr zufrieden und es gibt keinen Grund zur Klage. Ab und zu genießen wir es, auch mal einen Tag lang nur zu chillen.
Und so sagen wir

Moin, Moin bis Morgen


Irmgard und Jürgen 

die Wandbemalung am Hafen peppt die graue Fassade auf




dieses Schiff verlässt bei Niedrigwasser den Hafen. Hat wohl kaum Wasser unterm Kiel. Die Schraube wirbelt nur braun-grauen Schlamm auf
unsere heutige Fahrstrecke




 

Montag, 6. Juli 2015

Montag, 06. Juli 2015 - im Westen nichts Neues

Mit dem Fahrrad ins Dorf gefahren, Brötchen gekauft und später noch Erdbeeren dazu – und ganz wichtig: das Leergut entsorgt!
Das war alles was es heute zu berichten gibt. Nur noch eines sei angefügt, der Akku meines Fahrrades war just in dem Moment leer, als ich von meiner letzten Tour den momentanen „Heimathafen“ erreichte.
Schluß für heute.Morgen vielleicht mehr.

Moin, Moin sagen Irmgard und Jürgen

die Fotos alle von Irmgard




Igitt, watt fürn Matsch!

man hat uns das Wasser geklaut!


die Aussichtsplattform in der Abenddämmerung.

Sonntag, 5. Juli 2015

Sonntag, 05.Juli 2015 - ich mache eine Fahrradtour nach Dornum

Pünktlich gegen 14.00 Uhr, wie auf meinem Smartphone vorhergesagt, beginnt es zu tröpfeln. Wie gut, dass ich heute Morgen gleich nach dem Frühstück noch eine kleine Radtour unternommen hatte.
Ich bin, noch bei Sonnenschein, nach Dornum geradelt.
In Westeraccum, einem Vorort von Dornum, entdeckte ich eine Windmühle, so groß und hochherrschaftlich wie ich noch nie eine gesehen habe. Hierbei handelt es sich um einen fünfstöckigen Galerieholländer aus dem Jahre 1873. Offensichtlich befindet sich dieses Objekt in Privatbesitz. Jedenfalls deutet ein Hinweisschild an der Hofeinfahrt darauf hin.
Aber mein eigentliches Ziel war das Wasserschloß, auch Norderburg genannt. Heute dient dieses Bauwerk als Realschule. Nobel,nobel.
Auf dem Rückweg hatte ich dann auch noch Gelegenheit an einem Gehege ein wenig „Wild“ abzulichten.
Zurück an unserem Concorde bereitete ich mich auf die Fernsehübertragung vom Formel 1 Rennen aus Silverstone vor. War heute sogar ein wenig Spannung dabei. Massa aus der zweiten Reihe überholt Hamilton und Rossberg beim Start! Schließlich hat doch wieder Hamilton vor Rossberg und Vettel gesiegt.
Später liegen wir faul auf den Betten, genießen das leise Trommeln des Regens auf dem Dach und schlafen entspannt ein. Aber nur vorübergehend.

Nachdem das Wetter hier nicht mehr weiss was es will - ständig öffne oder schließe ich die Dachluke – mache ich hier Feierabend und sage Tschüss bis Morgen.

Irmgard und Jürgen melden sich Morgen wieder












Samstag, 4. Juli 2015

Samstag, 04. Juli 2015 - wir erreichen Dornumersiel

Der Wassertank ist fast leer und sollte doch möglichst bald aufgefüllt werden! Doch dazu müssen wir unser Mobil an die Versorgungssäule fahren, denn so, wie andere Mobilisten täglich mehrmals mit der Wasserkanne Frischwasser zapfen und dann in den Tank des Mobils füllen, dazu bin ich nicht bereit! Also an die Säule mit unserer Hütte! Und wenn wir nun sowieso das Auto fahrbereit machen, dann können wir auch gleich ganz unseren Standort wechseln und weiterfahren. Oder? Naja, wir haben Samstag, also Wochenende, und da ist es immer mit Risiko verbunden einen freien Platz zu ergattern. Ich entscheide mich für Risiko! Wasser fassen (übrigens kostenlos), Brauchwasser entsorgen, Goldkassette entleeren und ab auf die Piste.
Kaum eine halbe Stunde später machen wir den ersten Versuch in Dornumersiel auf dem Campingplatz.
Und..........? Natürlich: für uns ist ein Platz frei, der letzte zwar, aber er ist frei! Muss ich dazu noch einen Kommantar abgeben? Nee, ist wohl überflüssig!

Hier herrscht ein buntes Treiben und Musik und Gesang ist im Hintergrund auch zu hören. Erklärung:
Die DGzRS - heißt ganz ausgesprochen: Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger – feiert hier ihr einhundertfünfzigjähriges Bestehen.
Auch wir mischen uns unters Volk und schauen uns das aus der Nähe an. Aber leider knallt die Sonne so erbarmungslos auf uns herab, dass wir Schwäche zeigen und den Schatten suchen. Doch selbst im Schatten gibt es keine nennenswerte Abkühlung. Lediglich an Stellen wo der Seewind uns erreicht, ist es etwas erträglicher. Kurz gesagt: wir leiden! Aber nicht nur wir alleine.
Irmgard hat sich gerade auf den Weg gemacht die Duschen aufzusuchen, kommt aber völlig entnervt zurück. Es ist gerade „Kinderwaschzeit“ und wo Kinder sind, da ist es laut, sehr laut! Das haben wir auch gestern schon auf der Schiffspassage spüren müssen. Auch wenn man mich steinigt, ich habe das Gefühl die heutige Erziehung eignet sich nicht um den zukünftigen Erwachsenen Rücksichtnahme und Toleranz zu vermitteln. Selbst die Kleinsten sind schon so durchsetzungsfreudig, dass die Eltern letztlich resignieren. Denn in bestimmten Altersgruppen hilft es eben nicht, alles nur genau zu erklären warum es so ist und nicht anders. Das kann doch das kleine Menschenkind gar nicht erfassen und darauf reagieren. Entschuldigung, das gehört hier eigentlich nicht her, aber ich musste es mal loswerden!
Was ich auch noch kurz loswerden möchte, ist folgendes: Wie sich die Orte, die wir zuletzt besucht haben doch unterscheiden. 
Greetsiel schaut auf eine lange geschichtliche Vergangenheit zurück, ist in einigen Jahrhunderten gewachsen und zu dem geworden was es jetzt ist: Ein Kleinod, in dem man gerne durch die schmalen Gassen schlendert.

Norddeich wiederum ist erst in den letzten Jahrzehnten gewachsen, nicht zuletzt durch den Tourismus. So sieht man allenthalben neue Siedlungshäuser und Hotelneubauten, und die eine oder andere Kurklinik. Alles neu, auch die Wege und Deichbefestigungen.
Nicht zu vergessen, das große Wellenbad „Ocean Wave“ und die Seehundstation, in der verlassen aufgefundene „Heuler“ versorgt werden um sie dann später wieder in die Freiheit zu entlassen.

Ganz anders Dornumersiel. Eigentlich ein gewachsenes Dorf mit teils älteren, aber gut instand gehaltenen Gebäuden. Ein wenig Fischerei wird hier auch betrieben. Das zeigt der Hafen mit den Fischkuttern. Aber hier ist der Campingplatz wohl dominierend, und neuerdings hat man auch die Reisemobilisten entdeckt und einige Stellplätze im Ort verstreut eingerichtet.
Eben haben die beste Ehefrau der Welt und und ich noch einen kleinen Gang zum Strand unternommen. Und was mussten wir feststellen? Da hat man uns doch das Wasser geklaut! Heute Mittag war es noch da! Diesen Scheeeerz konnte ich mir nicht verkneifen.
Tatsache war aber die nun kühlere Luft und die ganz schwache Brise, die uns wohltuend umfächelte.
Und damit ist nun für heute Schluss! Tschüss bis Morgen
sagen Irmgard und Jürgen.



die Fischkutter kommen von der Gästefahrt zurück 


die Feuerwehr löscht hier brennende Füße!

alle Kutter gleichzeitig im Hafen. Da ist was los!

unsere heutige Fahrstrecke